Bi aller Liebi… darüber müssen wir sprechen! – Zwangsprostitution im 2. Weltkrieg

Bi aller Liebi… darüber müssen wir sprechen! – Zwangsprostitution im 2. Weltkrieg

Die Historikerin Dominique Lysser spricht über Lagerbordelle für männliche Häftlinge in Konzentrationslagern des 2. Weltkrieges.

28. März 2020

Moderation: Livia Schambron und Martina Waldis

Bi aller Liebi… aber Sex soll die Produktivität steigern? Davon war zumindest Heinrich Himmler, NSDAP-Politiker und oberster Chef der Schutzstaffel SS überzeugt. Und zu diesem Zweck richtete er ab 1942 in zehn Konzentrationslagern Lagerbordelle – sogenannte Sonderbauten – für männliche Häftlinge ein. Die Aussicht auf Sex in diesen Sonderbauten sollte den männlichen Häftlingen als Anreiz zu mehr Arbeit dienen und ihre Leistungsfähigkeit steigern. Weibliche Häftliche wurden zu Sexarbeit gezwungen.

Bis heute sind die betroffenen Frauen nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Die Geschichte der Sonderbauten, wieso diese kaum bekannt ist und was sie über unsere aktuelle Gesellschaft aussagt – über dies spricht die Historikern Dominique Lysser.



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