Jetzt abstimmen!

Von  Jürg Morgenegg, 21.02.2018

Die Abstimmung vom 4. März 2018 wird zum Schicksalstag von Kanal K und vielen weiteren Radiostationen. Dann entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger darüber, ob es in Zukunft noch alternativen zum Mainstream geben wird. Es steht also nichts weiter als die Existenz von K, Stadtfilter Winterthur, RaBe Bern, LoRa Zürich, X Basel, 3fach Luzern, Rasa Schaffhausen und Toxic.fm St. Gallen auf dem Spiel.

Gerne machen wir auch ab 2019 Radio mit viel Leidenschaft. Deshalb empfehlen wir dringend ein Nein zur "No Billag"-Initiative.

Wer den Schicksalsmoment am 4. März nicht alleine verbringen will, kommt zu uns an die Rohrerstrasse. Ab 13.30 Uhr schauen wir uns gemeinsam die Auszählungen der Stimmen an (auf SRF, natürlich!).

Wenn das Resultat klar ist, lachen oder weinen wir zusammen. Es hat Getränke und Knabbergebäck (Party Flutes!). Komm vorbei und bleib, so lange Du magst! Ausserdem übertragen wir ab 13 Uhr die Sendung unserer Kolleginnen von RaBe direkt aus Bern.

Mehr Infos zur Abstimmung findest du auf der Website des regionalen Komitees:

https://aargau.nein-zu-nobillag.ch/

Veranstaltungen:

  • 24.02. Aarau, Igelweid, 08:00 – 15 Uhr, Standaktion mit Sendebus
  • 04.03. Aarau, Rohrerstrasse 20, 13:30 Uhr, Abstimmungsapéro

 

Die nicht-kommerziellen Radios

»Ein Nein zu No-Billag ist auch eine Anerkennung der über dreissigjährigen Arbeit Tausender von freiwilligen Sendungsmachenden in der ganzen Schweiz« kommentiert UNIKOM-Verbandspräsident Lukas Weiss.

Durch die Streichung von Gebührengeldern verlöre die Schweiz auch eine etablierte Radiokultur, die mit höchstem Engagement die Vielfalt unserer Medienlandschaft bedeutend mitprägt.

4.8 Mio für 60 Arbeitsstellen, 3000 Sendungsmacher, Aus- und Weiterbildung und für die Digitalisierung

Die Union nicht-kommerzorientierter Lokalradios UNIKOM vereinigt achtzehn Radios, die Hälfte davon mit Leistungsaufträgen für komplementäre Programme, die teilweise aus Gebührengeldern finanziert werden.

Dank dem «Ja zur Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG)» im Juni 2015 konnten diese Leistungsaufträge massvoll ausgebaut werden.
Radio Cité, Radio RaBe, Kanal K, 3fach, Radio X, LoRa, Radio RaSa, Radio Stadtfilter und toxic fm erhalten nun zusammen rund 4.8 Mio. an Gebührengeldern pro Jahr. »Das zusätzliche Geld wurde umgehend in technische Neuerungen (DAB+), in die Archivierung und Zurverfügungstellung unserer vielfältigen Beiträge sowie in die Ausbildung der nächsten Generation von Medienschaffenden investiert«, stellt UNIKOM-Verbandspräsident Lukas Weiss klar.

Aus- und Weiterbildung

Die UNIKOM-Radios bieten mit der eigens gegründeten Radioschule Klipp&Klang Ausbildungskurse für junge Sendungsmacherinnen und -macher an sowie geeignete Weiterbildungen zu spezifischen Themen.

Die Vielfalt der UNIKOM ist vielfältiger als die Vielfalt der SRG.

Über 2000 Sendungsmachende gestalten als Freiwillige in den 18 Radios der Unikom selbständig Sendungen.

 UNIKOM-Radios bieten eine Plattform für Sendungen in dreissig Sprachen, für spezialisierte Musikmagazine und für lokale Kultur, lokalen Sport und lokale Berichterstattung. Sie berichten über Minderheiten, experimentieren mit neuen Radioideen und senden kritische Hintergrundberichte.

UNIKOM-Verbandspräsident Lukas Weiss betont:
»Diese Vielfalt bekommt das Schweizer Volk niemals günstiger, und sie trägt bedeutend bei zur Wahrnehmung von Minderheiten, sei es in der Kultur, im Sport oder im lokalen Geschehen. Wir werden uns deshalb im Abstimmungs-kampf massiv dafür einsetzen, dass diese Vielfalt nicht verloren geht.«

UNIKOM-Flyer

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