Album der Woche 20/2012
Cate Le Bon
CYRK
Die Waliserin Cate Le Bon meldet sich auf ihrem sensationellen zweiten Album mit stimmungsvollem Avant-Pop-Folk zurück. Die junge Songwriterin aus Cardiff machte erstmals von sich reden, als sie Super Furry Animals Frontmann Gruff Rhys auf dessen Solo-Tour supportete. Und nicht nur das, sie war auch die erste Künstlerin, die er auf seinem eigenen Label unter Vertrag nahm und Teil des gemeinsamen Neon Neon Projekts. Nun erscheint mit »CYRK« ihr zweites Album. Ihr abwechslungsreich instrumentierter, stimmungsvoller Avant-Pop-Folk erinnert mitunter an eine walisische Ausgabe von The Velvet Underground & Nico, Cate Le Bon präsentiert sich dabei als sagenhafte Songwriterin mit einer unverwechselbaren Stimme. (Quelle: weltbild.ch)
Cate Le Bon - Fold The Cloth
Album der Woche 19/2012
Poliça
Give You The Ghost
Vielleicht das beste Debüt dieses Jahres: Mit ihrem feinsinnigen Pop feiern Poliça aus Minneapolis Weltferne, Innerlichkeit, Analoges und Digitales. Fender will an die Börse, aus Gitarrenlegenden ein Aktiengeschäft aufbauen. Ginge es nach Channy Leaneagh, muss die Unternehmung scheitern: Wer braucht denn noch Gitarren! Leaneagh singt lieber wie eine. Sie schickt ihre Stimme durch Effektgeräte, Echoräume und digitale Korrektoren, bis sie sich als klagendes, körperloses Orakel über dem Rhythmusfundament erhebt. Dieser entmenschlichte und doch so empfindsame Gesang ist das Insignium von Poliça. Wer ihn einmal hört, vergisst ihn nicht. Von Minneapolis aus verbreitet sich die Kunde dieser jungen Band. Gerade ein Jahr gibt es Poliça, das erste Album »Give You The Ghost« erscheint jetzt (Anm.d.R.), und längst sind sich die englischsprachigen Blogger, Radiomacher, Zeitungskritiker und Musikerkollegen einig, dass da etwas Großes kommt. Vielleicht das beste Debüt dieses Jahres. (...) (Quelle: zeit.de)
Poliça - Lay Your Cards Out0 Kommentare
Album der Woche 17/2010
Lissy Trullie
Lissy Trullie
Lizzy McChesney, besser bekannt unter ihrem Pseudonym Lissy Trullie, ist eine US-amerikanische Sängerin und ehemaliges Model. Sie ist darüber hinaus Frontfrau der gleichnamigen Band, die ihre Debüt-EP »Self-Taught Learner« im Februar 2009 veröffentlichte. Trullie wurde in Washington, D.C. geboren und zog im Alter von 16 Jahren mit ihrer Mutter nach New York. (...) Sie hatte die grosse Chance mit Musikern und Produnzenten wie John Hill (Santigold, MIA) oder Dave Sitek (TV on the Radio) zusammen zu arbeiten. Trotz all dieser Möglichkeiten, hat sie sich entschieden ihr erstes Album alleine zu produzieren und sich dafür Zeit zu nehmen. Ihr eigenes, ganz persönliches Album wird über Wichita Records releast. (Quelle: lastfm.de & guardian.co.uk)
Lissy Trullie – Wearing Blue0 Kommentare
Album der Woche 16/2012
Rue Royale
Guide to an Espace
Wie kann man eine Band nicht mögen, die aus einem Ehepaar besteht, in Eigenregie ihre Alben zuhause aufnimmt, die Verpackung in Handarbeit anfertigt und das Endprodukt letztlich auch noch selbst vertreibt, um dann auf Tour zu gehen - natürlich auch alles wieder ganz ohne Manager und selbst organisiert. Richtig, man muss Rue Royale und ihre Musik einfach mögen, eigentlich lieben, ist das britisch-amerikanische Duo doch so etwas wie der Inbegriff von ehrlicher Musik und DIY. Doch es kommt noch besser: Ihr aktuelles Album »Guide to an Escape« ist auch noch ein Album von unbeschreiblicher Schönheit! Flirrende Samples eröffnen »Guide to an Escape«, Titelsong und Opener des zweiten Rue Royale-Albums. Es folgen einige Akkorde auf der Akustik-Gitarre und ein Klavier setzt ein - doch erst der Gesang von Ruth und Brookln Dekker, die gemeinsam die Strophen singen, schafft eine beruhigende Wirkung und zieht den Hörer direkt in ihren Bann. (...) »Guide to an Escape« erfindet das Rad keineswegs neu oder wartet mit kreativen Ausbrüchen auf. Eher wirkt die Musik von Rue Royale wie die Besinnung auf die Schönheit der einfachen Mittel...und wirkt dabei ungemein ehrlich und intim. (Quelle: bedroomdisco.de)
Live: 14. April, Tuchlaube, Aarau
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Album der Woche 14/2013
Nina Kraviz
Nina Kraviz
Runter gepitchte Oldschool-Patterns, gehauchte Worte, die analoge Ästhetik des Rauschens. Nina Kraviz zieht mit ihrem Album genau das durch, was wir von ihr erwartet haben: (...) Auf den meisten der zehn Tracks ist die Stimme der Russin zu hören, die mal sirenenhaft trällert, mal stöhnt, mal flüstert, immer jedoch lasziv lockt. (...) Titel wie »Ghetto Kraviz«, »Best Friend« oder »Working« sind allerdings so perfekt in ihrer Eigenheit, dass man sich kaum einen Remix denken kann, der da noch ein Mehr rausholen könnte. Der ausgestellte Reduktionismus der Beats, die in akribischer Perfektion darauf getrimmt wurden, kaputt und dreckig zu klingen, die subtil schleifenden Flächen, die unmittelbar über die inneren Organe kratzen und die eindrückliche Intensität der Langsamkeit, das ist schon ziemliches Understatement. So jedenfalls klingt Deepness 2012. (Quelle: groove.de)
Nina Kraviz - Ghetto Kraviz0 Kommentare
Album der Woche 13/2013
The Jezabels
Prisoner
Nach 3 EP-Veröffentlichungen spendiert das Quartett aus Sydney den Fans nun endlich ihr Full-Length-Debüt. Waren die drei vorangegangenen EPs noch deutlich verhaltener, scheint auf Prisoner ein spektakulärer und grossangelegter Ausbruch geplant worden zu sein. Intensiver, kraftvoller und gleichzeitig auch gebrechlicher singt Mary nun voller Schmerz und Sehnsucht Songs, die immer noch Themen wie Todessehnsucht, Liebe und Suche nach Glück behandeln. (...) Sind diese Voraussetzungen gegeben, wartet auf den Hörer ein ausgesprochen gutes Debüt-Album.(Quelle: fingerzeig.ch)
The Jezabels - Endless Summer1 Kommentare
Album der Woche 11/2012
Team Me
To The Treetops!
(...) »To The Treetops« heißt das verspielte Debüt der norwegischen Band Team Me, die uns gleich mit dem ersten Track »Riding My Bicycle (from Ragnvalsbekken to Sørkedalen)« ein herzlich warmes Willkommen in ihrer sonderbaren Traumwelt bereitet. Song für Song breitet sich dieser Ort als sinfonisches Gesamtkunstwerk aus. Dort erzählen die sechs Musiker intime Geschichten über Geister und Beziehungen, lassen Glockenspiel, Gitarre und filigrane Harfentöne gegen opulente Drumsounds antreten, scheinen sich gegenseitig übertönen zu wollen. Verhallte Stimmen werden als Chor zum wichtigsten Instrument. Team Me beweisen Gespür für Dynamik, halten die Spannungskurve durch harte Breaks immer aufrecht. (...) Mit der aufregenden Dynamik sind Team Me nah an ihren musikalischen und geografischen Nachbarn Einar Stray und Moddi. Typisch norwegischer Popsound also, oder wie sie es selbst nennen: Skranglepop. (...) Sie bilden etwas Neues, ein wundervoll prächtiges Werk, eine sonderbare Traumwelt eben, aus deren Gesamtheit sich die Ursprungselemente nicht mehr zuordnen lassen. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Wertvoll. (Quelle: campuscharts.de)
Team Me – Show Me0 Kommentare
Album der Woche 10/2012
Soap&Skin
Narrow
Mit ihrem Debutalbum »Lovetune For Vacuum« konnte sich Anja Plaschg aka Soap&Skin aus dem Stand unter den respektiertesten Künstlerinnen des deutschsprachigen Raums etablieren, und neben fantastischen Kritiken hat das Album auch viele Käufer gefunden. Nun legt Soap&Skin mit »Narrow« ein neues »Mini«-Album vor. Mit einer Spielzeit von über 30 Minuten zwar lang genug, um es auch als Album veröffentlichen zu können, möchte die Künstlerin jedoch »Narrow« nicht als ihr zweites Album verstanden wissen. »Narrow« ist ein Songzyklus, der unmittelbar mit dem Tode von Anja Plaschgs Vater verbunden ist und eine Intensität und Schönheit besitzt, die sprachlos macht. Dabei gelingt es ihr nicht in Trauer zu versinken, sondern setzt ihrem Vater ein musikalisches Denkmal. Schon das erste Stück »Vater« ist ein Traumsong, auf dem Soap&Skin erstmals die deutsche Sprache einsetzt. Das Cover der 80er Schmonzette »Voyage, Voyage« lässt das Original alt aussehen und auch im weiteren Verlauf des »Mini«-Albums versteht es Anja Plaschg mit ihren Kompositionen zu fesseln, wie es heutzutage nur wenigen Künstlern gelingt. (Quelle: infrarot.de)
Live: 15. März, Rote Fabrik, Zürich
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Album der Woche KW 9/2012
Dr. Dog
Be The Void
Symphonischen bis verspielten Pop der Extraklasse boten Dr. Dog auf ihren bisherigen Alben. Nun hat Dr. Rock an die Tür geklopft. »Shame, shame« - das letzte Album der sympathischen Spinner aus Philadelphia war natürlich alles andere als ein Grund zum Schämen. Doch diesmal wollten die coolen Hunde einfach mal eine Schippe Rock´n Roll drauflegen. Und das steht ihnen ausgezeichnet. (...) Dr. Dog schaffen es immer noch, den Hörer zum Grinsen und Tanzen zu bringen. Was sich auf den ersten Eindruck als relativ normale Rockband mit Traditionsbewusstsein gibt, entpuppt sich beim näheren Hinhören schnell als liebenswerte musikalische Promenadenmischung mit ausgeprägtem Charakter. Ständig drängt sich noch eine Idee dazwischen, dreht das eine oder andere Instrument noch eine Extrarunde. (...) Vom Syd Barrett-Fan bis hin zum Spoon-Verehrer dürfte das auf breite Zustimmung stoßen. (Quelle: titel-magazin.de)
Dr. Dog - That Old Black Hole












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