Kanal K – DAS HörerInnen-Radio!
"Sieben nicht-kommerzorientierte Schweizer Lokalradios haben sich im Verband UNIKOM zusammengeschlossen. Gemeinsam ist diesen Radios ein Komplementärprogramm, das grosse Teams von SendungsmacherInnen in Freiwilligenarbeit gestalten. Die UNIKOM-Radios bieten eine Plattform für regionales Kulturschaffen, Lokalpolitik, Musik ausserhalb der Hitparade, authentische Jugendkultur und ermöglichen Sendungen in über zwanzig Sprachen."
So steht’s auf der Begrüssungseite der UNIKOM-Website. Und damit ist über die UNIKOM, die sich mit so aufregenden Leuten wie UrheberrechtsjuristInnen, Behörden, ParlamentarierInnen und dergleichen herumschlägt, eigentlich alles gesagt.
Doch es lohnt sich einen Blick ins längst vergangene Jahr 1983 zu werfen, als sich ein Grüpplein unentwegter RadioenthusiastInnen zusammensetzte, um die UNIKOM zu gründen. Aus anfänglich drei Radios ist über die Jahre eine ganze Schar geworden, welche die grösseren Agglomerationen der Deutschschweiz abdeckt. Gemeinsam stehen sie für Radio ohne kommerzielle Ziele und im Dienste aller, die etwas zu sagen haben und etwas sagen wollen. Denn das Recht auf freie Meinungsäusserung, auf das wir uns alle so gern berufen, ergibt nur einen Sinn, wenn wir es in einem Medium zum Ausdruck bringen, das wir gemeinsam tragen und weiter entwickeln können – eben zum Beispiel Radio.
Die UNIKOM-Radios, unter anderem 3fach, Kanal K, LoRa, RaBe, Radio X, RaSA oder toxic.fm haben verschiedene Formen gefunden, RadiomacherInnen zusammenzubringen, um ein Programm auf die Beine zu stellen. Einige funktionieren als klassische HörerInnenradios, deren Programm durchwegs von Freiwilligen gestaltet wird. Andere stützen sich auf ein Team von bezahlten MacherInnen und beziehen Freiwillige im Rahmen von bestimmten Sendungen oder Projekten mit ein. Die gemeinsame Aus- und Weiterbildungsinstitution klipp & klang bietet einschlägige Kurse an, welche den MacherInnen in Technik, Form und Inhalt auf die Sprünge helfen. Wenn dann die Zunge trotzdem am Mikrophon kleben bleibt, dann gehen wir es mit einem Augenzwinkern an. Denn Sendepausen sind zwar etwas peinlich, doch bei HörerInnenradios keine Katastrophe, sondern vielmehr Ansporn für die MacherInnen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten weiter zu entwickeln.